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Rückblick auf die Prozessionen in Bürgstadt

"Die Kirche hat Wandertag". Beim Lesen dieser Werbung für die Bittprozessionen in Bürgstadt tauchen da Erinnerungen an so manchen schulischen Wandertag auf. Wochenlang war schönes Wetter, aber am Wandertag regnete es. Ausfallen lassen oder dem Regen trotzen war da auch oft eine schwierige Entscheidung,

ähnlich wie schon bei so mancher Prozession in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr hatten wir bis jetzt Glück mit dem Wetter. Die Palmprozession und auch die drei traditionellen Bittprozessionen - Urbanusprozession zum Kreuz, die Bittgänge ins Erftal und zum Kolpinggedenkstein konnten wie geplant stattfinden und waren wieder gut besucht. Zum zweiten Mal kam in diesem Jahr noch ein weiterer Bittgang dazu: Unter dem Motto "Walk and Pray" ging es mit neuen Texten und modernerem Liedgut begleitet von Gitarre und Querflöte auf dem Prozessionsweg früherer Jahre von der alten Kirche über die Martinsgasse vorbei am Kolpinggedenkstein durch den Buschenweg zur Sandplatte. Dass die Wetterlage an diesem Tag durchwachsen war, hatte sicher auch manche von der Teilnahme abgehalten. Wer aber dabei war, konnte auf dem Prozessionsweg, der noch richtig hinaus auf die Fluren geht, eine ganz neue Kombination von Tradition und Moderne erfahren. Auch der Weg ins Erftal führt noch in die Natur, vorbei an Gärten, Feldern und Reben, so machen gerade diese beiden Bittgänge das Anliegen in besonderer Weise erlebbar, das im Wettersegen zusammengefasst ist: Die Bitte um den Segen Gottes für die Früchte der Erde, die gemeinsame Sorge um unsere Welt, um sauberes Wasser, schadstofffreie Böden, gesunde Luft und Lebensräume für die Vielfalt der Pflanzen und Tiere.

"Hab Mut - Steh auf". Die Texte der Fronleichnamsprozession waren in diesem Jahr dem Motto des Katholikentags gewidmet, das im Bistum Würzburg als Jahresmotto ausgegeben war. Es ruft dazu auf, sich in Zeiten des gesellschaftlichen und kirchlichen Umbruchs mutig neuen Herausforderungen zu stellen und erinnert daran, dass Gottes Beistand Tag für Tag Ermutigung für viele Situationen unseres Alltags schenkt. Es ruft uns auch auf, für alle einzustehen, die unser Gebet und unsere Unterstützung brauchen. Das Anliegen der Fronleichnamsprozession, zu verdeutlichen, dass Jesus Christus selbst in unserer Mitte ist und uns auf unserem Lebensweg begleitet, wird auch in den Fürbitten aufgenommen. Neben dem Gebet für friedliches Miteinander der Menschen, Fürsorge und Pflege, Gemeinwohl, steht auch das Gebet für die Seelsorger und die vielen Ehrenamtlichen in unserem Ort und im ganzen Bistum.

Danke sagen wir an dieser Stelle vor allem der Musikkapelle Fränkische Rebläuse und dem Musikverein Germania, die unsere Prozessionen musikalisch begleiten, sowie allen Seelsorgern, die es möglich gemacht hatten, dass alle Prozessionen in gewohnter Weise stattfinden konnten. Danke sagen wir auch den Ministranten, den Lautsprecherträgern, den Fahnenabordnungen und der Feuerwehr für die Begleitung und Absicherung der Fronleichnamsprozession.

Hoffen wir weiter auf passendes Wetter für die kommende Walldürnwallfahrt am 20.06.2026 und die Lichterprozession zur Stutzkapelle, die in diesem Jahr wegen Terminschwierigkeiten nicht wie üblich im Mai stattgefunden hat, der neue Termin wird noch bekanntgegeben. 

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