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Fastenzeit - mehr als nur Verzicht üben

Er freue sich, dass viele Gläubige da seien, um den Beginn der heiligen 40 Tage der österlichen Bußzeit am Aschermittwoch, 18.02.26, zu feiern, sagte Pfarrer Toni Wolf zum Auftakt des Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Jakobus.

Mit der Auflegung des Aschenkreuzes fange die Fastenzeit an – eine Zeit des Fastens für Leib und Seele, mit allen Sinnen. Deshalb würden nun die beiden Flügel des schönen, bunten Altarbildes von den Minis zugeklappt und erst an Ostern wieder geöffnet. So dürften wir mit dem Segen Gottes in diese heilige Zeit starten und uns im Vertrauen auf sein Erbarmen an ihn wenden.

In seiner Predigt ging Pfarrer Wolf darauf ein, dass ein Tisch oder ein Hocker sogar auf beweglichem Untergrund dann am Sichersten stehe, wenn er drei Beine habe. Tisch und Hocker seien ein Symbol für unser Leben, das ebenfalls drei Standbeine benötige. Diese drei Standbeine seien wir selbst, der Mitmensch und der Herrgott.

Im Evangelium nach Matthäus spreche Jesus von drei Lehrsätzen. Der Erste sei: „Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut“. Dies bedeute, dass jeder nach seiner Fähigkeit bzw. seinem Vermögen, so wie er es erkenne und könne, geben solle. In dieser heiligen Zeit sollten wir uns unseren Angehörigen bzw. Verwandten nicht entziehen. Wir sollten füreinander sorgen, das Leben miteinander teilen und dabei auch an die Armen denken, ihnen das notwendige Brot nicht verweigern.

Wie ich mich einbringe, müsse der andere nicht wissen; es müsse mir klar sein. Es gehe um die anderen, um das „Du“. Hier setze die Fastenzeit an. Almosen zu geben habe viele Facetten, wenn wir es ernst nähmen. Er denke z.B. an die Misereor-Aktion oder die Caritassammlung. Es bestünden viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. „Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler“ sei der zweite Lehrsatz. Dieser ziele auf den Herrgott ab, der uns immer wieder neu begegnen wolle. Die Fastenzeit biete viele Gelegenheiten, z.B. Bußgottesdienste, Kreuzweg, Exerzitien, die uns aufrütteln wollten und uns gut tun sollten.

„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler“ sei der dritte Lehrsatz. Er ziele auf das eigene Leben ab. Die Fastenzeit solle eine Zeit der Wohltat sein, in der wir Ordnung in unser Leben brächten. Wir sollten darauf achten, das zu tun, was unserem Leben Freude und Sinn verleihe. Dies heiße, alles Belastende aus dem Weg zu räumen, um auf Ostern, das große Freudenfest des Lebens zugehen zu können. In der Fastenzeit lohne sich ein Blick auf unser Leben, die Mitmenschen und den Herrgott.

Nach der Predigt segnete Pfarrer Wolf die Asche und alle, die gekommen waren, um das Aschenkreuz zu empfangen. Er und sein Konzelebrant, Diakon Florian Grimm, streuten den Gläubigen ein Aschenkreuz auf das Haupt. Dabei sprachen sie: „Kehre um und glaube an das Evangelium.“ Am Ende der Messfeier bedankte sich der Pfarrer bei der Schola Cantorum unter der Leitung von Michael Bailer für die tolle, musikalische Gestaltung.
Nina Reuling / Bilder: Martin Winkler