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Familiengottesdienst - Sei mutig und stark!

Der 100. Sonntag der Weltmission steht in Deutschland unter dem nationalen Leitwort von "missio": "Sei mutig und stark". Das Familiengottesdienst - Team hatte unter diesem Motto die Vorabendmesse am 24.10.2026 in der Pfarrkirche St. Margareta in Bürgstadt vorbereitet.

Eine große Burg mit dem Motto als Schriftzug, die vor dem Altar aufgestellt war, zog gleich zu Beginn die Blicke auf sich und bot so den Einstieg in den Gottesdienst, mit der Frage, welche Burgen in der Umgebung die Kinder denn kennen oder schon dort waren. 
Bezug nehmend auf den Schriftzug wurde eine weitere Frage zunächst an die Kinder, später auch an die Erwachsenen gestellt: Wann seid ihr denn schon einmal mutig gewesen?
In seiner Predigt verknüpfte Pfarrer Jan Kölbel diese beiden Themen und spannte den Bogen zum Anliegen der Weltmission: Ein weltweites Engagement für die Kirche in den ärmsten Bistümern, für Solidarität und einen Glauben, der handelt. 
Ausgehend von einer kurzen Betrachtung der Burgen im unserer Gegend mit einem besonderen Blick auf die Wildenburg, die für Wolfram von Eschenbach die Vorlage für die Gralsburg im "Parzival" geliefert haben soll und eine der größten und prachtvollsten Burgen Europas war, lenkte er den Blick auf die Zeit der Bibel. Damals gab es keine solchen Ritterburgen in der uns derzeit bekannten Form, aber die "Burg" war als Ort der Sicherheit und des Rückzugs ein wichtiges Bild in der Bibel und gleichzeitig ein Synonym für Gott als starke Burg, bei dem man sich geborgen und sicher fühlen kann, zu dem man sich zurückziehen kann.
Der Weltmissionssonntag dagegen steht dafür, daß man sich nicht zurückzieht, den Glauben im stillen Kämmerlein lebt, sondern hinausgeht, den Glauben verkündet und dazu steht. Dazu braucht es Mut und Stärke. Das gilt nicht nur für die Missionare, die in die Welt hinausgehen, sondern auch bei uns. Beides gehört dazu: der Glaube soll für uns eine Rückzugsort sein, eine Kraftquelle, ein festes Fundament für für unser Leben, aber auch der Mut, rauszugehen und den Glauben zu bekennen.
Im Anschluss an die Ansprache konnten die Gottesdienstbesucher auf bereitgelegten Zetteln Antworten auf die Frage zu Beginn des Gottesdienstes notieren, die Zettel wurden als "Bausteine" an der Burg befestigt und ergaben so eine Sammlung voller Mut und Stärke.
Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Kölbel zusammen mit Diakon Florian Grimm. Am Ende des Gottesdienstes danke Pfarrer Kölbel auch Tobias Kirchgäßner und der von ihm für den Gottesdienst organisierten Band für die musikalische Gestaltung.
Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Pfarrsaal ein Infoabend statt zu dem Thema Umgang mit Geschiedenen und Wiederverheirateten in der Kirche.

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