So erging es auch den einziehenden Ministranten mitsamt dem zelebrierenden Pfarrer Toni Wolf. Ein solcher Weg kann beschwerlich sein und verweist auf den Weg, den die beiden Jünger nach Emmaus zurückgelegt hatten. Sie waren niedergeschlagen, voller Zweifel und Trauer über den Tod Jesu. Als der auferstandene Jesus zu ihnen stößt, erkannten sie ihn zunächst nicht – erst beim gemeinsamen Abendmahl gingen ihnen die Augen auf, doch da war Jesus auch schon wieder verschwunden. In einem Anspiel konnten die Gottesdienstbesucher dieses Evangelium nacherleben. Es bedurfte erst diesen „Umweg“ nach Emmaus, der die Jünger zur Begegnung mit dem auferstandenen Jesus und zum Glauben an die Auferstehung führte, quasi als ein echtes Beweisstück. Auch unsere Lebenswege verlaufen oft nicht so gerade, wie man es sich wünscht. In seiner Predigt verweist Pfarrer Wolf auf Lebensstoppschilder, wenn das Leben zum Beispiel durch eine Erkrankung plötzlich abrupt zum Stehen kommt, wenn wir Umwege und Umleitungen geführt werden. Doch als Christen dürfen wir darauf vertrauen, dass Jesus uns auf unseren beschwerlichen Wegen begleitet - so wie damals die Emmausjünger. Echte Mutmacher waren auch die mitreißenden und begeisternden musikalischen Darbietungen der Singgruppe unter der Leitung von Paul Platz, die diesen Ostergottesdienst zu etwas ganz Besonderem machten. Und so durften die vielen Kirchenbesucher beim Verlassen der Kirche und beim erneuten Passieren all der Verkehrsschilder sicher sein, Gott ist mit ihnen.
Text: Alexandra Hörnig


